Sie sitzen in einem Café, surfen mit dem Smartphone im Netz, checken Ihre neusten E-Mails, schauen, was es Neues bei facebook gibt – und alle Anwesenden sehen, was auf Ihrem Bildschirm passiert! Kein schöner Gedanke, oder? Doch diese Gefahr besteht tatsächlich, wenn Sie sich ungeschützt in öffentlichen WLAN HotSpots einloggen. Ihre Daten werden unverschlüsselt an das Netzwerk weitergegeben und theoretisch kann jeder, der sich ebenfalls im Netzwerk befindet, Ihre Aktivitäten verfolgen.

Sind öffentliche WLAN HotSpots sicher?

Die Betreiber von öffentlichen WLAN HotSpots lassen ihr Netzwerk meist unverschlüsselt, da das einfacher ist, als allen Besuchern ein kompliziertes Passwort zu erklären. Aber auch passwortgeschützte Netzwerke sind nicht sicher, denn alle Nutzer des Netzwerks, die sich das Passwort z. B. von einem Zettel an der Theke des Cafés abgetippt haben, können theoretisch auf Ihre Daten zugreifen. Dabei ist es nicht nur möglich durch einfache Maßnahmen Ihre Aktivitäten mitzulesen, sondern sie sogar zu speichern! Stichwort: Wireless-Netzwerksniffer – Programme, die offene WLAN-Netze suchen, abhören und die Daten übertragen. Übrigens: Nur, weil der Login in ein kommerzielles öffentliches WLAN mit einer Gebühr verbunden ist, heißt das nicht, dass Sie deshalb sicher surfen. Zwar ist der Login-Bereich der Anbieter verschlüsselt, doch sobald dieser Schritt getan ist, surfen Sie auch hier ohne Sicherheit.

So surfen Sie sicher in WLAN HotSpots

Zum einen können Sie Ihr eigenes Surfverhalten regulieren. Vermeiden Sie es in öffentlichen HotSpots auf sensible Daten, wie z. B. Online-Banking, zuzugreifen. Auch E-Mails, Messenger oder andere Webdienste, die vertrauliche Daten enthalten und mit einem Passwort geschützt sind. Im schlimmsten Fall können Ihre Passwörter von andern gestohlen werden – ohne, dass Sie es merken. Lässt es sich nicht vermeiden, solche Daten aufzurufen, verwenden Sie lieber die jeweilige App, anstatt die URL in Ihren Browser einzugeben – dadurch machen Sie es den Datensammlern schwerer. Auch sollten Sie beim Surfen im Netz unsichere http-Seiten meiden. Achten Sie darauf, dass die URLs  der Webseiten mit „https“ beginnt. Diese Abkürzung steht für Hypertext Transfer Protocol Secure und sorgt dafür, dass Ihre Daten abhörsicher übertragen und nicht mitgeschnitten werden können. Leider sind auch viele der beliebten E-Mail-Dienste nicht zu 100 % sicher. Deshalb empfehlen wir auch hier, dass Sie E-Mails, die vertrauliche Daten beinhalten, nicht über öffentliche WLAN HotSpots öffnen, da sie mitgelesen werden könnten. In dem Blog kuketz-blog.de und auf der Homepage für IT-News golem.de finden Sie die Ergebnisse des Mailprovidertests der Stiftung Warentest. Als weitere Vorsichtsmaßnahme sollten Sie sich vergewissern, dass Sie sich in das richtige öffentliche WLAN-Netz einloggen. Betrüger erstellen oft einen weiteren offenen WLAN HotSpot, z. B. mit dem Namen „Telekom“, der sich direkt neben dem wirklichen HotSpot der Telekom befindet. Unachtsame Nutzer geben Ihre Daten, beim Login in das falsche Netzwerk, dadurch ungewollt frei.

Sie wollen sich nicht einschränken und suchen nach einer Lösung zur sicheren HotSpot-Nutzung?

Die Lösung des Problems sind VPN-Clients. Die Abkürzung VPN steht für „Virtual Private Network“ (virtuelles privates Netzwerk). Der Vorteil: Der VPN-Client verschlüsselt Ihre komplette Internetverbindung, sodass niemand Ihre Aktivitäten mitverfolgen kann. Sie erzeugen sozusagen einen Tunnel für Ihren Datenverkehr, der auch dann nicht entschlüsselt werden kann, wenn jemand Ihre Daten mitschneiden sollte.

Wie nutzen Sie einen VPN-Dienst?

Ein VPN-Dienst funktioniert so: Sie surfen mit Ihrem Laptop oder Smartphone z. B. an einem öffentlichen WLAN HotSpot. Durch die Nutzung des VPN-Clients bewegen Sie sich nicht wie alle anderen im freien Netz, sondern Sie sind in sicherer Verbindung (der erwähnte Tunnel) zu dem Netzwerk des VPN-Anbieters. Dabei kann weder ein Datensammler im Café, noch der VPN-Anbieter selbst Ihre Daten auslesen, was die ganze Sache so sicher macht. Während alle anderen in ihren Autos auf der Autobahn fahren und theoretisch von oben beobachtet werden können, nutzen Sie sozusagen unbehelligt den Tunnel unter der Autobahn.

So finden Sie Ihren VPN-Anbieter

Da die Nachfrage an VPN-Diensten in der letzten Zeit stetig wächst, tummeln sich eine Menge VPN-Anbieter auf dem Markt. In der Regel wird eine geringe monatliche Gebühr für die Nutzung der VPN-Software fällig (zwischen 1,- €/Monat und max. 5,- €/Monat) und Sie können ohne auffallenden Geschwindigkeitsverlust und Werbung sicher surfen. Bei den meisten VPN-Anbietern ist es mittlerweile möglich nicht nur am Laptop sicher zu surfen, durch die im Paket enthaltene VPN-App sind Sie auch mobil auf der sicheren Seite. Auf der Homepage anonymsufen.eu finden Sie ausführliche Tests zu den jeweiligen VPN-Anbietern und zusätzlich weitere Tipps, wie Sie im Netz anonym surfen können. Hier haben wir Ihnen aktuelle VPN-Client-Vergleiche der Webseiten chip.de und netzwelt.de rausgesucht. Sollten Sie nur selten öffentliche WLAN HotSpots nutzen, dann genügen sicher die kostenlosen Testversionen der VPN-Anbieter. Damit surfen Sie zwar ein bisschen langsamer als gewohnt und die Software enthält Werbung, aber Sie sind trotzdem sicher im Netz unterwegs. Geben Sie also beim nächsten Login in einen öffentlichen WLAN HotSpot auf die erwähnten Punkte acht und Sie können ruhigen Gewissens surfen. Und wenn sie ohne VPN-Verbindung surfen: Malen Sie sich einfach aus, wie es wäre, wenn Ihr Handydisplay – ohne, dass Sie es wissen – beispielsweise auf der Leinwand eines gefüllten Kinosaals zu sehen wäre und passen Ihr Surfverhalten entsprechend an.

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