In einer Arbeitsgruppe auf Bundesebene wird darüber diskutiert, wie die Aufklärung von Verbrechen verbessert werden kann.

180-Grad-Bild für die Polizei

Handys sind zu unseren ständigen Begleitern geworden. Wir haben sie fast immer und überall dabei, zücken sie gerne um Fotos und Videos zu machen.
Warum also nicht die Handys zur Verbrechensbekämpfung nutzen?
Die Idee von Mergim Bektesi sieht wie folgt aus: Handykameras fungieren als ein 180-Grad-Bild für die Polizei. Beobachten Passanten einen Überfall, eine Schlägerei oder eine andere schwere Straftat, können sie den Notruf wählen und nach einer mündlichen Einwilligung die Handykamera mit einem Klick auf das Display für die Beamten freischalten. Diese können die Live-Bilder umgehend zur Fahndung nutzen. Durch die Aufnahmen könnte die Polizei mögliche Täter ausmachen und sie leichter identifizieren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine aufwändige und zeitintensive Zeugensuche wegfallen würde und die Täter somit schneller verurteilt werden können. Ob und wann diese Idee realisiert wird, diskutiert die Arbeitsgruppe ‚Notrufe‘. Vorrangig müsste das Datenschutzgesetz angepasst werden, damit die Polizei die Handys nutzen kann.

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