In den WLAN-Chips von Broadcom klafft momentan eine schwerwiegende Sicherheitslücke. Dies ermöglicht Smartphones aus der Ferne zu steuern und zu übernehmen.

WLAN-Chips als Trojanisches Pferd

Sicherheitsleck: Ohne dass irgendeine Interaktion des Nutzers nötig ist, lassen sich die betroffenen Smartphones aus der Ferne mit Funksignalen fernsteuern. Der Sicherheitsforscher Gal Beniamini beschreibt das Problem in seinem Blog wie folgt: Der Angreifer muss sich lediglich in Reichweite eines manipulierten WLAN-Netzes befinden um ein Smartphone zu übernehmen. Die Broadcom-Chips sind unter anderem in den Nexus Geräten von Google (5, 6, 6P), in Samsung-Smartphones (S6 Edge, S7 Edge, S7) sowie in allen Apple-Geräten ab dem iPhone 4 verbaut. Die Nexus-Geräte sind allerdings durch eine fehlende Roaming-Funktion geschützt. Der Angreifer kann den Chip mit gezielten Signalen zum Absturz bringen und einen Schadcode auf dem Smartphone ausführen.

Wie Sie sich schützen können

Wenn möglich Updaten Sie die neuste OS-Version Ihres Smartphones. Apple hat bereits mit der iOS-Version 10.3.1 auf die Entdeckung des Google-Forscherteams reagiert. Die iPhone-Modelle 4 und 4s werden allerdings nicht mehr mit dem Update versorgt. Auch Google hat das Sicherheitsleck bereits mit den entsprechenden Updates geschlossen. Somit können sich Nutzer von Smartphones, die mit Updates von Google versorgt werden, glücklich schätzen. Nutzer, deren Smartphones mit Updates vom Hersteller versorgt werden, müssen noch etwas länger auf die Aktualisierungen warten. Aber auch Sie können sich schützen: Wenn das WLAN nicht genutzt wird, sollte es abgeschaltet werden.

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