Ob man nun im Internet surft, sich in Social Media und co. Auf dem Laufenden hält, per Messenger mit Freunden chattet oder telefoniert: Das Smartphone ist stets dabei. Immer erreichbar, online und up-to-date. Dabei gerät die Sicherheit der Daten auf den Smartphones oft in den Hintergrund.

Das Smartphone – eine Goldgrube

Um Daten zu sammeln oder sie zu stehlen, sind Smartphones eine wahre Goldgrube: Ob private oder geschäftliche E-Mails, Kontaktdaten, Passwörter, Chatprotokolle, Fotos etc. Die alle geben wichtige und persönliche Informationen preis.

Risiken für Ihr Smartphone

Im Auftrag des Digitalverbands Bitkom wurde eine repräsentative Umfrage zum Umgang mit der Datensicherheit auf Smartphones durchgeführt.

Das Ergebnis? Fast jeder dritte Smartphone-Nutzer hatte in den letzten 12 Monaten einen Sicherheitsvorfall zu beklagen.
Sei es nun durch Pishing oder Malware-Attacken, die das Smartphone befallen: Diese Methoden spähen sensible und private Daten wie Passwörter, Bewegungsprofile, Fotos, Bankdaten etc. per Internetverbindung heimlich aus.
Eine erschreckende Zahl, wenn man bedenkt, welche Informationen Auto-Normalverbraucher auf dem Handy abspeichern. Und das oft unzureichend geschützt.
Vorneweg: Ein Smartphone sollte nicht die erste Wahl sein, wenn es um den Umgang mit sensiblen und personenbezogenen Daten geht. Doch es ist möglich, seine Daten mit geringem Aufwand zu schützen.

So können Sie Ihr Smartphone und Ihre Daten schützen

Im ersten Schritt ist es wichtig, ein Sicherheitsprogramm zu installieren. Bereits 90 Prozent der Smartphone-Nutzer setzen auf ein kostenloses Sicherheitsprogramm oder einen Gratis-Sicherheitsdienst. Im Übrigen gibt es bei den meisten Smartphones Betriebssystemeigene Möglichkeiten, sein Smartphone und die Darauf gespeicherten Daten zu schützen.
Um Übergriffe per Virus oder gar per App-Berechtigung zu vermeiden, sollten Sie beim Installieren von Apps stets darauf achten, dass diese zertifiziert sind.

Pin, Muster oder Fingerabdrucksensor

Des Weiteren sollte das Smartphone unbedingt per Pin, Muster, Fingerabdrucksensor gesperrt werden. Ganze 86 Prozent setzen eine Bildschirmsperre per Pin-Code oder Muster ein. Um die Sicherheit zu erhöhen ist eine doppelte Sperrfunktion empfehlenswert. So kann zum Beispiel ein Pin mit einem Fingerabdruck-Scan verknüpft werden.
Eine weitere Methode seine Daten zu schützen, ist die Daten per SIM-Karten Schutz. Ganze 81 Prozent der Befragten setzen darauf. Sobald hier die SIM-Karte entfernt sperrt sich das Handy automatisch und kann nicht eingesetzt werden.
Weiterhin empfehlenswert sind Backups der Daten: Ein Drittel der Befragten führt regelmäßige Daten-Backups per PC oder Cloud durch. Zudem sollten temporäre Daten regelmäßig gelöscht werden. Darunter versteht sich zum Beispiel das Löschen des Caches und der Cookies.

Nicht nur die eigenen Daten schützen

Unser Smartphone enthält nicht nur unsere eigenen Daten, sondern auch viele Daten anderer Personen. Daher sollte bei der Smartphone-Sicherheit nicht nur an die eigene Privatsphäre, sondern auch an die der Kontakte gedacht werden: Wird das Smartphone sowohl geschäftlich als auch privat eingesetzt, können zwei verschiedene Benutzerkonten auf dem Smartphone angelegt werden. So können die privat genutzten Apps nur auf die privaten Daten zugreifen.
Ebenfalls sehr wichtig: Nachrichten sollten nicht auf dem gesperrten Bildschirm angezeigt werden. So werden die eigene Privatsphäre und die der Bekannten ganz einfach geschützt.

Tipps im Überblick:

  • Software nur mit Zertifikat installieren
  • bei offenen Hotspot Vorsicht walten lassen
  • Pin und Virenscanner
  • Funktionen wie WLAN und Bluetooth deaktivieren wenn man sie nicht braucht
  • Zugriffsberechtigungen der Apps prüfen
  • temporäre Daten regelmäßig löschen (Cache, Cookies etc.)
  • GPS deaktivieren und Zugriff auf GPS-Standort deaktivieren und blocken
  • Passwörter und Sperren einrichten. Doppelte Sperrfunktion empfiehlt sich: z.B.: Fingerabdruck und Pin
  • bei sowohl privater als auch beruflicher Nutzung: verschiedene Benutzerkonten anlegen.
  • Verschlüsselung der Datenübertragung: Verschlüsselungs-App

 

Wie Sie ein kindersicheres Smartphone einrichten erfahren Sie hier.

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