Eine neue Studie zeigt: Wir machen uns immer abhängiger von unseren Smartphones. Darauf verzichten? Niemals.
Anton Meyer und Thomas Hess von der Ludwig-Maximilian-Universität in München haben das Verhalten von Smartphone Nutzer analysiert und in der, vom Kundendienst-Anbieter B2X beauftragten, Studie aufgerollt.
2.600 Personen in Brasilien, Deutschland, Indien, Russland und den USA wurden befragt: Wie wichtig ist das Smartphone?

Das Smartphone wird existenziell

Bei der Studie wird schnell klar: Das Smartphone wird immer wichtiger für die Nutzer. Ständige Erreichbarkeit wird essentiell, für die jüngere Generation (Ab Jahrgang 2000) nimmt das Smartphone sogar eine existenzielle Bedeutung ein. So prüft laut der Studie jeder vierte Jugendliche das Smartphone mehr als 100-mal und kommt damit auf über 5 Stunden tägliche Nutzung. Die Hälfte schaut immerhin 50-mal auf den mobilen Begleiter.
In der Generation zwischen 1955-1969 kommen 15,9 % auf 100-mal aufs Handy schauen.

Gefühlschaos ohne Smartphone?

Unabhängig vom Alter verdeutlicht die Studie, dass 85 % der Nutzer ihr Handy immer griffbereit haben möchten. Sei es in der Hosentasche, auf dem Tisch, in der Handtasche. Ist das Smartphone nicht in Reichweite, werden die meisten der Befragten mit einer gewissen Unruhe geplagt. ¼ der Befragten trägt das Smartphone immer am Körper, selbst in der Nacht.

Der Stellenwert der Geräte zeigt sich in folgenden Zahlen:

Ist das Smartphone nicht in greifbarer Nähe empfinden 27 % der Befragten Frust, 26 % fühlen sich verloren, bei 19 % steigt der Stresspegel und 16 % werden traurig.
Tausch: Ein Monat Smartphone gegen:

  • ein ganzer Tag mit dem Lieblingsstar? 77 % der Deutschen sagen: „Smartphone behalten.“
  • eine Gehaltserhöhung von 10 Prozent? 52 % der Deutschen sagen: „Smartphone behalten.“
  • eine zusätzliche Woche Urlaub nehmen? 43 % der Deutschen sagen: „Smartphone behalten.“

Und was würden die Befragten tun, um das Smartphone ein Jahr lang zu behalten?

  • 25 Prozent der Deutschen würden ihr Auto dafür aufgeben, genauso viele jeden Tag ein Stunden Joggen.
  • 18 % würden auf ihr Lieblingsessen verzichten.
  • 14 % der Deutschen wären bereit, sich den Kopf dafür zu rasieren.
  • 3 % würde sogar für ihr Smartphone ins Gefängnis gehen.

Die Anschaffungspläne unterstreichen den Smartphone-Stellenwert

Der steigende Stellenwert der Geräte zeigt sich auch in den Anschaffungsplänender Konsumenten: Ein Zehntel der Konsumenten plant, mehr als 750 Dollar für das nächste Smartphone auszugeben. 1 Viertel setzt immerhin auf 500 Dollar. Damit haben 91 Prozent der Befragten für das aktuelle Modell weniger ausgegeben.

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